Titel: Zur Analyse des Galmei; von Dr. Emil Schmidt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 121/Miszelle 10 (S. 238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj121/mi121mi03_10

Zur Analyse des Galmei; von Dr. Emil Schmidt.

Mit dem Namen Galmei werden bekanntlich diejenigen Zinkerze belegt, welche aus Zinkoxyd in Verbindung mit Kohlensäure oder Kieselsäure bestehen. Der meiste Galmei ist ein Gemisch von kohlensaurem und kieselsaurem Zinkoxyd, mit mehr oder weniger fremden Bestandtheilen gemengt. Für die Zinkgewinnung ist es oft von Interesse zu wissen, ob und wieviel der Galmei kieselsaures und kohlensaures Zinkoxyd enthält. Bisher wendete man zur Trennung derselben Essigsäure an, welche das kohlensaure Zinkoxyd lösen, das kieselsaure aber ungelöst lassen soll. Der Verfasser fand nun, daß dieses Verfahren ganz ungenau ist, indem die Essigsäure schon im verdünnten Zustande aus dem Kieselgalmei (Kieselzinkerz), mag dasselbe im natürlichen oder im durch Glühen von seinem Wassergehalt befreiten Zustande angewendet werden, beträchtliche Mengen von Zinkoxyd auszieht und im concentrirten Zustande auch Kieselsäure daraus auflöst. Ein ganz geeignetes Mittel zur Trennung des kieselsauren und kohlensauren Zinkoxyds fand er dagegen in einer Auflösung von kohlensauren Ammoniak, welche mit kaustischem Ammoniak in geringem Ueberschuß vermischt ist. Eine solche Flüssigkeit löst nämlich geglühtes Zinkoxyd leicht auf, während kaustisches oder kohlensaures Ammoniak für sich allein dieß nur schwierig thun. Wird ein Galmei im geglühten Zustande kurze Zeit mit derselben digerirt, so wird das Zinkoxyd, welches an Kohlensäure gebunden war, vollständig aufgelöst, während das kieselsaure Zinkoxyd ungelöst bleibt. Das vorausgehende Glühen des Galmeis ist deßhalb angemessen, weil sonst leicht Eisenoxydhydrat und Manganoxydul sich mit auflösen könnten. (Erdmann's Journal für prakt. Chemie Bd. LI S. 257.)

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