Titel: Beschneiden des vom Pilze Oïdium befallenen Weinstocks im Herbst.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 121/Miszelle 15 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj121/mi121mi03_15

Beschneiden des vom Pilze Oïdium befallenen Weinstocks im Herbst.

Im Herbst 1850, wo der Weinstock von genanntem Pilze heimgesucht war, beschnitt Hr. Pévin die noch mit ihren Blättern und Früchten versehenen, aber sehr leidenden Weinstöcke, indem er ihre Ranken auf einem sichtbaren Auge, meistentheils aber am Rebende, dem untern Theil der Ranke, dessen Augen gewöhnlich verborgen, oder doch dem bloßen Auge kaum sichtbar sind, abschnitt. Er nahm diese Operation, welche sonst erst im kommenden Frühling geschieht, im September und October vor. Bei ihm, sowie bei einem Gärtner, welcher mit einem Theil seiner Reben ebenso verfuhr, hatte dieses Verfahren den besten Erfolg, so daß im Mai die im Herbst geschnittenen Reben noch etwas kräftiger in ihrem Wachsthum waren, als die im Februar und März geschnittenen. Es ist zu hoffen, daß diese Krankheit, welche im J. 1850 die Weinbauer sehr beunruhigte, wieder verschwinden wird. Hr. v. Gasparin und mehrere andere gelehrte Agronomen bestätigen, daß das Beschneiden des Weinstocks im Herbst in mehreren französischen Departements mit gutem Erfolge vorgenommen wird. (Moniteur industriel 1851, Nr. 1512.)

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