Titel: Pendel ohne Uhrwerk durch längere Zeit schwingend zu erhalten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 121/Miszelle 6 (S. 317–318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj121/mi121mi04_6

Pendel ohne Uhrwerk durch längere Zeit schwingend zu erhalten.

Wird ein Pendel, statt wie gewöhnlich an einem Faden, einer Feder, oder auf einer Schneide, mittelst eines am Aufhängepunkte befestigten, oben fein zugespitzten Eisenstiftes an dem Pole eines Magnetes aufgehängt, so bleibt dasselbe zwölf- bis fünfzehnmal so lange in Bewegung, als bei den zuerst erwähnten Aufhängungsarten. Ein solches, halbe Secunden schlagendes Pendel, von circa 9″ Länge und ⅛ Pfd. schwer, blieb bei wiederholten Versuchen durch 16 Stunden in Bewegung und die Abnahme der Schwingungsweite wurde erst in der dritten Stunde bemerkbar, während dasselbe Pendel an einer zarten offenen Taschenuhr-Spirale nur 69 Minuten, auf einer Schneide mit Achatpfannen 46 Minuten, an offener Seide aber 89 Minuten in Schwingung sich erhielt. Für kurze Zeitmessungen könnte ein solches Pendel vielleicht mit Vortheil angewendet werden.

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Ein Kreisel mit eiserner Achse zeigte, am Pole des Magnetes hängend und um seine Achse rotirend, dieselbe Erscheinung in sehr augenfälliger Weise. Carl Kohn. (Notizen- und Intelligenzblatt des österr. Ingenieur-Vereins, 1851 Nr. 4.)

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