Titel: Behandlung der aus dem Boden gezogenen Runkelrüben; von Durand und Manoury.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 121/Miszelle 12 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj121/mi121mi05_12

Behandlung der aus dem Boden gezogenen Runkelrüben; von Durand und Manoury.

Einer sehr lehrreichen Abhandlung der Verf. über das Wachsthum der Runkelrübe entnehmen wir folgende Beobachtung, welche den Rübenzuckerfabriken von Nutzen seyn kann: — „Wenn man die Runkelrüben unter dem Hals abschneidet, so treiben sie, selbst im Boden, weder Blätter noch Knospen mehr. So abgeschnitten vegetiren sie nicht weiter; man kann sie folglich um so mehr an die Luft und das Licht bringen, um ihre Gährung zu verhindern. Die Wunde, welche den Rüben durch dieses Verfahren beigebracht wurde, veranlaßt nie die Fäulniß, vorausgesetzt daß man solche Rüben in trockener Luft einer Temperatur von 10 bis 12° R. aussetzt; sie vernarbt sehr bald und man kann die Rüben aufbewahren, ohne daß sie faulen. Um uns von dem praktischen Erfolg dieses Verfahrens zu überzeugen, brachten wir im November 1848 Runkelrüben, deren Saft 7 Grade am Aräometer wog, in zwei Abtheilungen: wir schnitten den Rüben der einen Abtheilung den Kopf unter dem Hals ab, während wir diejenigen der andern so ließen, wie sie gewöhnlich aufbewahrt zu werden pflegen. Beide Abtheilungen wurden an einen trockenen Ort gebracht, wo sie vor Frost geschützt waren und die Luft sich erneuerte, und blieben daselbst vom November bis Ende Februars. Die Rüben, welchen man den Hals gelassen hatte, boten fast sämmtlich Anzeichen der Vegetation dar und gaben einen Saft von 2–3° B.; die am Halse abgeschnittenen hingegen hatten weder Blätter noch Knospen und gaben einen Saft von 6–7° B.“ (Agriculteur-praticien, Juli 1851, S. 301.)

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