Titel: Vorschlag zu Aufbewahrungsgefäßen für Stoffe und Präparate welche durchs Licht zersetzt werden; von Prof. G. Suckow.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 121/Miszelle 4 (S. 394)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj121/mi121mi05_4

Vorschlag zu Aufbewahrungsgefäßen für Stoffe und Präparate welche durchs Licht zersetzt werden; von Prof. G. Suckow.

Beachtet man, daß unter den prismatisch-verschiedenen Beleuchtungsarten Gelb und Orange diejenigen sind, in welchen die chemische Wirkungsweise des Sonnenlichts auf Null herabgesunken ist, und berücksichtigt man, daß sich beide Farben einer Glasmasse mit äußerst geringem Kostenaufwande ertheilen lassen, ohne gleichzeitig die Durchsichtigkeit des Glases beeinträchtigen zu müssen, so ist wohl nichts natürlicher, als von diesen Thatsachen auf die Reflexion geleitet zu werden, daß Gefäße aus goldgelb oder orangegelb gefärbtem und durchscheinendem Glase zur Aufbewahrung aller gegen das Licht empfindlichen Substanzen, namentlich der Flüssigkeiten, z. B. des Kirschlorbeerwassers, der Blausäure, der Auflösung von Höllenstein (salpetersaurem Silberoxyd), der Bestuscheff'schen Nerventinctur, welche bekanntlich durchs weiße Sonnenlicht chemisch leicht afficirt werden, sehr zweckmäßig sind. Man kann nämlich alle in dergleichen Gläsern befindlichen Substanzen, trotz ihrer sonst leichten Afficirbarkeit durchs Licht, fortwährend auf dem selbst am Fenster befind. lichen Tische zur Hand haben; man kann fortwährend beurtheilen, wie viel von der Flüssigkeit im Glase noch vorhanden, und danach dem Glase beim Ausschütten der Flüssigkeit die zweckmäßige Stellung geben; man hat durch die Constanz der Farbe des Glases nie eine unvermerkte Aenderung der Substanz zu befürchten. (Polytechn Notizblatt, 1851 Nr. 15.)

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