Titel: Verfahren die Zuckerauflösungen vom Schwefelwasserstoff zu befreien; von Clarke und Hills
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 121/Miszelle 7 (S. 467–468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj121/mi121mi06_7

Verfahren die Zuckerauflösungen vom Schwefelwasserstoff zu befreien; von Clarke und Hills

Wenn man Schwefelwasserstoff angewandt hat, um Blei aus Zuckerauflösungen abzuscheiden und mittelst der gewöhnlichen Reagentien sich überzeugte, daß alles Metall niedergeschlagen ist, und daß die Auflösung einen Ueberschuß von Schwefelwasserstoff enthält — so versetzen die Patentträger die Auflösung mit einer Quantität schwefligsauren Bleioxyds (mit Wasser zu einem Rahm angerührt), welches ihr den Schwefelwasserstoff sogleich entzieht. Während des Processes erhält man die Auflösung auf einer Temperatur von etwa 52° Reaumur; man setzt so lange schwefligsaures Blei zu, bis die Auflösung (nach vorläufigem Filtriren) auf Zusatz von Bleizucker sich nicht mehr schwärzt. Nach dem Behandeln mit schwefligsaurem Blei filtrirt man die Auflösung und verkocht sie zum Krystallisationsgrad.

Wenn man anstatt des Schwefelwasserstoffs zum Niederschlagen des Bleies schwefelwasserstoffsaure Erden angewandt hat, so kann man deren Ueberschuß entweder |468| durch schwesligsaures Blei, oder Bleiweiß, oder frisch gefälltes Eisenoxydul entfernen.

In den Fällen wo zum Niederschlagen des Bleies aus Zuckerlösungen Schwefelwasserstoff angewandt und die Auflösung dann vollkommen neutral oder basisch gemacht wurde, kann man das schwefligsaure Blei durch Bleiweiß oder selbst frisch gefälltes Eisenoxydul ersetzen. (London Journal of arts, März 1851, S. 182.)

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