Titel: Ueber das Ergebniß verschiedener Aschen an Potasche und den Alkaligehalt derselben; von I. B. Chevallier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 121/Miszelle 8 (S. 468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj121/mi121mi06_8

Ueber das Ergebniß verschiedener Aschen an Potasche und den Alkaligehalt derselben; von I. B. Chevallier.

Hrn. Chevallier wurden folgende Fragen vorgelegt: 1) Wie viel Potasche liefert die Asche des Holzes, der Weintrestern, der Holzkohle, des Holzes und der Steinkohle, des Torfs? 2) Wie sind diese Potaschen beschaffen?

Behufs der Beantwortung dieser Fragen wurden die Aschen gewogen, mit Wasser behandelt und damit erschöpft; die die Salze enthaltenden Flüssigkeiten wurden concentrirt, dann zur Trockne abgedampft; der salzige Rückstand (die Potasche) wurde von dem Abdampfungsgefäß losgemacht und trocken gewogen.

Probe I. II. III. IV. Mittel
Die Holzasche gab Procente 12,50 13,50 14 13,33
Weintresternasche Procente 11,50 10,50 7,50 9,50 10
Holzasche, gemengt mit
Steinkohlenasche
Procente 10
Holzkohlenasche Procente 8

Alkalimetrische Grade der erhaltenen Potaschen.

Probe I. II. III. IV. Mittel
Holzasche 30 32 27 29,66
Weintresternasche 44 42 33 38 39,25
Holzasche, gemengt mit
Steinkohlmasche
18
Holzkohlenasche 38

Aus der Torfasche wurden nur 2 Proc. Potasche (?) erhalten und der alkalimetrische Grad derselben konnte wegen der geringen Menge des Products nicht bestimmt werden.

In der Regel findet man, daß von allen Potaschensorten die aus der Weintresternasche bereitete Potasche stärker gefärbt ist als die aus der Holzasche dargestellte; die aus dem Gemenge von Holzasche und Steinkohlenasche bereitete Potasche ist gelb von Farbe; die aus Holzkohlenasche bereitete sehr schön und sehr weiß. Diese Bemerkung ist für die Praxis wichtig und zeigt, daß man nicht alle Aschen vermengen, sondern sie gesondert auf Potasche verarbeiten sollte (Journal de Chimie médicale, Juli 1851, S. 444.)

Nach Dr. Leo's Versuchen (polytechn. Journal Bd. LXXXIII S. 87) enthält die Torfasche (wie die Steinkohlenasche) kein kohlensaures Kali, und soviel Gyps, daß ein Theil Torfasche drei Theile gute Holzasche ganz verderben kann, nämlich in der aus diesem Gemenge dargestellten Lauge gar kein kohlensaures Kali mehr vorhanden ist. Die Redact.

Augsburg, Buchdruckerei der I. G. Cotta'sschen Buchhandlung.

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