Titel: Der Feldsalat als Futtergewächs.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 122/Miszelle 9 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj122/mi122mi01_9

Der Feldsalat als Futtergewächs.

Der Feld- oder Ackersalat (Valeriana olitoria) ist als ein Futtergewächs zu empfehlen, welches frühzeitig heranwächst, also zu gebrauchen ist, wenn das trockene Futter schon ausgeht und das neue noch nicht hinlänglich entwickelt seyn kann. Diese Pflanze ist sehr nahrhaft, namentlich für das Rindvieh, das sie fett macht, gelinde abführt und dessen Milch an Güte und Menge davon zunimmt. Sie wächst gerne in jedem Boden, im sandigen wie im festesten. Man säet sie im August oder der ersten Hälfte Septembers in ein Haber- oder Gersten-Stoppelfeld, welches keiner andern Zubereitung bedarf, als kreuzweise geeggt zu werden, ehe man den Samen dünn säet. Der Same bleibt 5–6 Jahre keimfähig; doch muß er beim Säen wenigstens schon ein Jahr alt seyn, weil der einjährige nicht so gut und später aufgeht als älterer. Die Pflanze wird noch grün von Ende April bis zu ihrer Reife, Ende Juni, vom Vieh gefressen. Sie entwickelt zahlreiche Stengel und Blätter und wird 8 bis 11 Zoll hoch. Sie läßt sich mit der Hand leicht ausreißen, was man thut, wenn die Stengel gelb werden; man legt sie an einem gedeckten Ort in Haufen, drischt und schüttelt sie 10–12 Tage darauf aus, um die Samen zu gewinnen. Die trockenen Stengel sind auch noch ein gutes Futter. Nach ihrem Anbau läßt sich die Brache anwenden, weil man das Feld noch auf alle mögliche Weise bestellen kann; man kann dann aber auch eine andere schnell heranwachsende Pflanze bauen. (Moniteur industriel, 1851 Nr. 1562.)

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