Titel: Verfahren zur Wiedergewinnung des Goldes aus für die galvanische Vergoldung erschöpften Goldlösungen; von Anton Wimmer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1851, Band 122/Miszelle 5 (S. 156–157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj122/mi122mi02_5

Verfahren zur Wiedergewinnung des Goldes aus für die galvanische Vergoldung erschöpften Goldlösungen; von Anton Wimmer.

Zur galvanischen Vergoldung bedient man sich bekanntlich einer Goldauflösung, welche aus Goldcyanid mit Cyankalium oder Goldcyanid mit Cyaneisenkalium besteht. Um das in diesen Lösungen, welche für die galvanische Vergoldung erschöpft sind, in nicht unbeträchtlicher Menge noch enthaltene Gold wieder zu gewinnen, verfährt man zweckmäßig auf folgende Weise: Die nach und nach angesammelten erschöpften Goldlösungen werden zur Trockne verdampft, der erhaltene Salzrückstand |157| gröblich zerstoßen, gewogen und mit 1 1/2 Theil Salpeter gemischt. Dieses Gemisch trägt man nach und nach in einen glühenden hessischen Schmelztiegel mit der Vorsicht ein, daß man nach jedesmaligem Eintragen immer die erfolgende vollständige Verpuffung der eingetragenen Portion abwartet. Ist Alles eingetragen und zeigt die ruhig schmelzende Masse keine Gasentwickelung mehr, so entleert man den Tiegel seines Inhaltes und laugt die erhaltene und erkaltete Salzmasse mit gewöhnlichem reinen Wasser aus. Wurde zur Bereitung der Goldlösung Cyankalium (blausaures Kali) angewendet, so bleibt das Gold in fein zertheiltem, regulinischem Zustande zurück, und kann sogleich unter Zusatz von etwas Salpeter und Borax eingeschmolzen werden. Wurde hingegen zur Darstellung der Goldlösung Cyaneisenkalium genommen, so besteht der, nach dem Auslaugen erhaltene pulverige Rückstand aus Eisenoxyd und fein zertheiltem Golde. Um das Eisenoxyd von dem Golde zu trennen, übergießt man den eben erwähnten Rückstand mit verdünnter salpetersäurefreier Salzsäure und erhitzt, wodurch das Eisenoxyd gelöst und durch Abgießen der Lösung und Auswaschen des Rückstandes entfernt wird, während das Gold zurückbleibt und sodann wie im ersteren Falle behandelt wird. (Kunst- und Gewerbeblatt für Bayern, 1851 S. 581.)

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