Titel: Horton's Verbesserungen der teleskopartigen Gasometer.
Autor: Horton, Joshua
Fundstelle: 1852, Band 123, Nr. XLIX. (S. 289–290)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/ar123049

XLIX. Verbesserungen in der Construction der teleskopartigen Gasometer, welche sich Joshua Horton, Gasometerfabrikant zu Smethwick in Staffordshire, am 2. Jan. 1851 patentiren ließ.

Aus dem London Journal of arts, Oct. 1851, S. 331.

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Den Hauptgegenstand vorliegender Erfindung bildet eine neue Construction und Anordnung der Führungen teleskopartiger Gasometer, wobei die beweglichen Theile der letzteren in dem Maaße in verticaler Richtung geführt werden, als das Volumen des Gases in dem Gasometer zu- oder abnimmt und es daher nöthig wird, den Rauminhalt des Gasometers zu vergrößern oder zu verkleinern. Nach dem seither üblichen System muß mit großem Kostenaufwand ein Leitgerüst errichtet werden, welches höher ist, als der höchste Theil des inneren Gasbehälters, wenn sich dieser in seiner höchsten Lage befindet; bei meiner Construction brauchen jedoch die Führungen nur halb so hoch zu seyn. Rings um die Grube des Gasometers ist eine Anzahl verticaler an Säulen befestigter Führungen angeordnet. Diese Säulen, welche nur halb so hoch wie gewöhnlich zu seyn brauchen, sind oben durch Strebestangen mit einander verbunden; an dem Gasometer aber sind Frictionsrollen angebracht, welche auf den erwähnten verticalen Führungen laufen, während andere Frictionsrollen gegen die an anderen Theilen des Gasometers angebrachten Schienen wirken, so daß die Theile in senkrechter Lage gehörig aus einander gehalten werden.

Fig. 29 stellt einen Theil des inneren und äußeren Gasbehälters im senkrechten Durchschnitt, Fig. 30 im Grundrisse dar. Fig. 31 zeigt einen Theil des Gasometers nach einem kleineren Maaßstabe im Verticaldurchschnitte. A, A ist eine der verticalen Säulen, an welche die Leitschiene a befestigt ist. An dem hydraulischen Absperrungskranz des oberen Endes des Theiles B ist eine Führungssäule C befestigt, welche die Frictionsrollen c und d, d enthält. Die erstere derselben läuft an der verticalen Führung a der Säule A, die letzteren gegen die Leitschiene b an der äußeren Seite des oberen Gasbehälters D. An der äußeren |290| Seite des Absperrungkranzes des inneren Gasbehälters befindet sich eine andere Frictionsrolle f, welche gegen eine an der Seite des unteren Theiles B des Gasbehälters befestigte Schiene g läuft. Es versteht sich, daß rings um den Gasbehälter am hydraulischen Kranz mehrere Säulen C befestigt sind; diese Säulen sind durch Strebestangen y mit einander verbunden. Fig. 32 stellt eine Säule C mit den Frictionsrollen d, d in der hinteren Ansicht dar. Um die Führung C zu verstärken, ist in ihre Rinne eine Holzschiene z, z eingefügt. Fig. 33 stellt diese Theile und die Art, wie die verticale Schiene b, b an den oberen Theil des Gasbehälters befestigt wird, nach einem größeren Maaßstabe im Horizontaldurchschnitte dar. Die Schiene b, b besteht aus einem flachen Metallstück von geeigneter Stärke, welches in verticaler Lage an die Seiten des Gasbehälters festgenietet ist; sie bildet übrigens einen Theil des Gasometers selbst und ist hinten durch ein T förmiges Stück h verstärkt. Die Frictionsrollen d, d werden durch Winkeleisen auf der Fläche der Platte b gehalten. Aehnliche Schienen g, g sind, wie die Figuren 29 und 39 zeigen, an andern Stellen des Gasometers angebracht. Der Umstand, daß die Schiene b einen Theil des Gasometers selbst bildet, gewährt den Vortheil, daß dadurch den Rollen d, d oder f eine ebene Fläche dargeboten und somit die Reibung vermindert wird, ferner daß die Schienen nicht so sehr dem Rosten ausgesetzt sind, als wenn sie nicht einen Theil des Gasometers selbst bildeten. Die Führung a der Säule A hat im Querschnitte die Form eines T; auch ist die Frictionsrolle c, um ihr Abgleiten von der Führung zu verhüten, mit einer Flansche versehen.

Die eigenthümliche Constructionsmethode des hydraulischen Kranzes ist in Fig. 29 und 30 dargestellt. Der Theil k, k besteht aus Schmiedeisen und ist mit der einen Seite an den Gasometer, mit der andern Seite an einen Kranz l von Eisenblech genietet.

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