Titel: Maschine zum Noppen und zur Appretirung von Merinos aller Art.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 123/Miszelle 2 (S. 74–75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/mi123mi01_2

Maschine zum Noppen und zur Appretirung von Merinos aller Art.

Es ist bekannt, daß die Gewebe, welche aus Kammwolle oder aus dieser und Baumwolle fabricirt worden sind, sowie viele andere gewebte Stoffe, nach ihrer Anfertigung noch eine Menge Knoten und sonstige Unebenheiten zeigen, von denen man sie gewöhnlich mit der Hand durch die Operation des sogenannten Noppens reinigte. Man hat jetzt eine Maschine construirt, welche diese Arbeit verrichtet und die Zeuge noppet und appretirt, sobald sie den Webestuhl verlassen, und die Knoten, Unregelmäßigkeiten und überflüssigen Theile durch eine einzige Operation entfernt.

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Diese Maschine besteht aus zwei mit gestoßenem Glase, nach Art des Glasschmirgel- oder sonstigen Polirpapieres, bedeckten Walzen. Der Zweck dieser Vorrichtung ist, eine scharfe Oberfläche zu erhalten, welche durch Reibung die Knoten und Unebenheiten der Gewebe hinwegnimmt. Das Gewebe, auf welches man wirken will, ist auf eine Walze aufgerollt, welche mit einer Bremsvorrichtung versehen ist, um ihre Bewegung nach Belieben mäßigen zu können. Von dieser Walze geht es zwischen zwei Cylinder, von denen der eine frei auf den andern drückt, sodann auf eine dritte Walze, hinter welcher es dem mit Glaspapier bedeckten Cylinder ausgesetzt wird. Von da geht das Gewebe wieder zurück, um von Neuem die Wirkung eines zweiten mit Glaspapier bedeckten Cylinders zu erfahren. (Deutsche Gewerbezeitung, 1851 Heft 9.)

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