Titel: Elliot's Opisometer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 123/Miszelle 3 (S. 75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/mi123mi01_3

Elliot's Opisometer.

Dieses kleine einfache Instrument dient dazu, um die Länge von Wegen, Flüssen, Umhägungen, Mauern etc. auf Karten und Plänen zu ermitteln, die nach Maßstab aufgetragen sind; ebenso mißt oder rectificirt man damit Curvenlinien ohne alle Berechnung. Das Opisometer besteht aus einer Art Gabel, deren Schenkel nach unten gekehrt sind und welche an dem nach oben gekehrten, genau vertical zu haltenden Griffe geführt wird. Zwischen die beiden Schenkel oder Seitenplatten der Gabel ist eine horizontale Spindel mit feinen Schraubengängen eingesetzt, woran sich ein kleines gerändertes Scheibchen fortschraubt. Um nun z.B. die Entfernung zwischen zwei Städten längs des Weges zu messen, der von einer Stadt zur andern aufgezeichnet ist, schraubt man die Scheibe bis dicht an die eine Seitenplatte der Gabel und führt nun das Instrument mit dem Rande des Scheibchens an der zu messenden Curve etc. hin, indem man das Scheibchen von einem Endpunkt derselben bis zum andern fortrollt. An letzterm angekommen hebt man das Instrument behutsam von der Karte ab, setzt es auf dem betreffenden Maaßstab am Nullpunkte auf und fährt an demselben hin, bis das Scheibchen wieder an die erste Seitenplatte anstößt, mithin in seine ursprüngliche Stellung zurückgekommen ist. Es ist klar, daß die sich am Maaßstabe ergebende Länge ganz genau mit der horizontalgeraden oder abgewickelten Länge der krummen Linie auf der Karte zusammentreffen muß. Ist der Maaßstab nicht lang genug, so wiederholt man das Zurückführen des Rädchens auf demselben mehreremale, bis es in seinen ursprünglichen Stand zurückgekehrt ist. Die Scheibe braucht offenbar auch nicht erst an die eine Seitenplatte anzustoßen, wenn man eine krumme Linie mißt, sie muß aber stets von einem festen Punkte ausgehen. Die Hauptsache beim Gebrauche des Instrumentes ist Genauigkeit bei der Führung; es muß ganz senkrecht aufs Papier gehalten werden und darf auf demselben nicht rutschen oder einschneiden. (Deutsche Gewerbzeitung, 1851, S. 188.)

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