Titel: Elektricitäts-Entwicklung in einer Garnspinnerei zu Glasgow.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 123/Miszelle 6 (S. 76–77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/mi123mi01_6

Elektricitäts-Entwicklung in einer Garnspinnerei zu Glasgow.

Vor einiger Zeit wurden die Arbeiter in dieser Spinnerei durch heftige elektrische Funken und Schläge erschreckt, wenn sie die Maschine berührten. Der Bau der Spinnerei besteht aus einer Anzahl über einander liegender Böden, welche mit Asphalt überzogen sind; auf diesen Böden stehen die Maschinen, mit Riegeln an eine eiserne Platte befestigt Die Decke wird durch eine Reihe eiserner Säulen unterstützt, welche alle jene Böden durchdringen und mit der Erde in Verbindung stehen, sich aber wegen des Asphaltüberzuges in einem von den Maschinen ziemlich isolirten Zustande befinden. Die wirkende Kraft wird durch Trommeln hervorgebracht, welche parallel mit der Mauer laufen und von Hängelagern getragen werden, welche an mit den eisernen Säulen in Verbindung stehenden Seitenbalken befestigt sind. Die Maschinen |77| werden durch Riemen von Leder oder Gutta-percha in Bewegung gesetzt. Jeder Boden der Fabrik nimmt auf diese Art die Eigenschaft einer großen Elektrisirmaschine an; die Eisenplatten vertreten den Hauptconductor und die Trommeln und Riemen das erregende Medium. Wie man sich denken kann, wird unter solchen Verhältnissen ein bedeutendes elektrisches Fluidum entwickelt, welches auf die Arbeiter, unter gewissen Bedingungen, sehr unangenehm wirken muß. (Deutsche Gewerbezeitung, 1851 Heft 9.)

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