Titel: Kautschuk mit Gummilack verbunden; von A. Newton.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 123/Miszelle 9 (S. 78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/mi123mi01_9

Kautschuk mit Gummilack verbunden; von A. Newton.

A. Newton ließ sich am 9. Juli 1850 als Mittheilung eines Ausländers für England die Vereinigung des Kautschuks mit Gummilack, Stocklack, Körnerlack oder Schelllack patentiren. Je nach den Zwecken, zu welchen die Composition bestimmt ist, ändern sich die Verhältnisse beider Körper; bisweilen wird 1 Theil Kautschuk mit 1 bis 8 und mehr Theilen Gummilack oder Schelllack verbunden; und bisweilen 1 Th. Gummilack oder Schelllack mit 1 bis 8 Th. Kautschuk. Je mehr Kautschuk man anwendet, desto elastischer wird die Composition; hingegen um so steifer, härter und weniger elastisch, je größer das Verhältniß des Gummilacks oder Schelllacks ist.

Die beiden Ingredienzien werden entweder auf mechanischem Wege durch Zerreiben oder Kneten mit einander gemischt, oder in Form von Auflösungen.

Die Verbindung des Gummilacks oder Schelllacks mit Kautschuk gewährt, abgesehen von ihrer Wohlfeilheit, den Vortheil, daß der unangenehme Geruch verschwindet, welchen fast alle Kautschuk-Compositionen behalten.

Wenn die Composition zur Fabrication dünner Zeuge oder zur Anwendung in dicken Massen bestimmt ist, vermischt man sie mit 1 Procent Schwefelblumen, womit man sie zusammenknetet; man kann aber auch den Schwefel in einem Lösungsmittel aufgelöst zusetzen. Die Composition wird dann vulcanisirt, indem man sie einer künstlichen Wärme von beiläufig 106° R. aussetzt.

Man erhält einen für viele Zwecke brauchbaren Kitt, wenn man 1 Th. Gummilack oder Schelllack mit 2 Th. Kautschuk auf gewöhnliche Art zusammenknetet und dann eine hinreichende Menge Camphin (rectificirtes Terpenthinöl) zusetzt, um der Composition die geeignete Consistenz zu ertheilen. Man kann dann noch auf 1 Pfd. der angewandten Composition 2 bis 3 Unzen Schwefel zusetzen. (London Journal of arts, Novbr. 1851, S. 434.)

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