Titel: Ueber die Anwendung des Zinkvitriols zum Conserviren thierischer Substanzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 123/Miszelle 4 (S. 165)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/mi123mi02_4

Ueber die Anwendung des Zinkvitriols zum Conserviren thierischer Substanzen.

Hr. Falcony theilte unlängst (S. 72 in diesem Bande des polytechn. Journals) seine Beobachtungen über die Anwendbarkeit des Zinkvitriols zum Conserviren der Leichname mit; ich habe den Zinkvitriol zu diesem Zweck schon im J. 1846 angewandt, seitdem meine Versuche fortgesetzt und kann jetzt als Ergebniß der Erfahrung mittheilen: 1) daß eine Auflösung von 2 Pfd. Zinkvitriol in 4 Pfd. Wasser hinreicht, um einen Leichnam welcher der Luft ausgesetzt bleiben muß, vollkommen zu conserviren; 2) daß die Muskeln des so injicirten Leichnams sich braun färben und das Aussehen des gekochten Fleisches annehmen, 3) daß die Schneide der Instrumente, mit welchen man die so injicirten Leichname secirt, schneller stumpf werden als bei nicht injicirten Gegenständen; 4) daß wenn man die so präparirten Leichname, bloß in einen hölzernen Sarg eingeschlossen, begrabt, oder wenn man sie an einem feuchten und dunkeln Ort aufbewahrt, sie sich mit Schimmel überziehen, welcher ihr anfängliches Aussehen gänzlich verändert; 5) daß in unserem Klima das Injiciren mit einer Auflösung von 1 Pfd. Zinkvitriol in 4 Pfd. Wasser schon hinreicht, um einen der Luft ausgesetzten Leichnam einen Monat lang sicher zu conserviren. Filhol. (Comptes rendus, Decbr. 1851, Nr. 25)

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