Titel: Ueber die Benutzung der Altheewurzel zum Leimen des Papiers.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 123/Miszelle 10 (S. 407)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/mi123mi05_10

Ueber die Benutzung der Altheewurzel zum Leimen des Papiers.

Der Universitätsgärtner Metzger in Heidelberg machte vor mehreren Jahren, bei Gelegenheit von Versuchen über die Verfertigung des chinesischen Papiers aus inländischer Papiermaulbeerbaumrinde, auf die Benutzung der Altheewurzelabkochung, die einen durchsichtigen hellen Schleim bildet, zum Leimen der zum Kupferdruck bestimmten Papiere aufmerksam. Die Chinesen gebrauchen bei Herstellung des Papiers hierzu die Wurzel von Hibiscus manihot und die Abkochung des Bergweißes; als Metzger sich aber der Altheewurzelabkochung bediente, so erhielt er ein klares reines Papier, das in Farbe und Gehalt dem chinesischen gleich kam, und mehrere Kupferabdrücke, die er auf das so erhaltene Papier machen ließ, haben bestätigt, daß es dem acht chinesischen nicht nachsteht. Daß sich thierischer Leim hierzu nicht eignet, ist bekannt, indem ein mit thierischem Leim behandeltes Papier die Druckerschwärze schwer annimmt, weßhalb man auch nur die Schreibpapiere leimt. (Polytechn. Notizblatt, 1852, Nr. 2.)

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