Titel: Ueber den Transport und das Auskriechen der Lachseier; von Hrn. Coste.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 123/Miszelle 11 (S. 407–408)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/mi123mi05_11

Ueber den Transport und das Auskriechen der Lachseier; von Hrn. Coste.

Ein von mir angestellter Versuch beweist, daß Lachs- und Forellen-Eier, welche ihre volle Entwickelung erreicht haben, und wahrscheinlich auch diejenigen aller andern Fischarten, ziemlich lange Zeit außer Wasser bleiben können, um weit verführt zu werden und dann in jedem Reservoir, welches damit bevölkert werden soll, auszukriechen. So lange sich die jungen Fischchen noch in ihrer Hülle befinden, werden sie von dieser nicht nur geschützt, sondern, sofern man sie mit feuchten |408| Gewächsen umgibt, mehrere Tage am Leben erhalten. Die jungen Lächschen, welche ich der Akademie vorzeige und die im College de France zur Welt kamen, krochen aus Eiern aus, die mir von Mülhausen (im Elsaß) zugeschickt wurden. Diese Eier befanden sich in einer oben durchlöcherten, mit feuchten Wasserpflanzen umgebenen Blechbüchse und kamen mir mit der Diligence zu. 40 Stunden, nachdem sie aus dem Wasser genommen waren legte ich sie in ein Bassin, worin ich eine andauernde Strömung herstellte. Wenige Tage darauf krochen sie beinahe alle aus und die erhaltenen Fische geben durch ihr gedeihliches Heranwachsen alle Hoffnung der Acclimatisirung in meinen Reservoirs.

Auch mit Lachsmilch befruchtete Forelleneier erhielt ich zugesandt; dieselben sind zwar noch nicht ausgekrochen, entwickeln sich aber ganz regelmäßig und wahrscheinlich werde ich Bastarde erhalten, wie die HHrn. Berthot und Detzem in ihrem Fischzucht-Etablissement zu Hüningen. Es können sonach, wenn diese Versuche gelingen, alle süßen Wässer mit Lachsforellen besetzt werden, wie man sie mit Karpfen oder Hechten besetzt. (Comptes rendus, Jan. 1852, Nr. 4.)

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