Titel: Eine Cicadenart, als neuer Feind des Getreides.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 123/Miszelle 12 (S. 408)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/mi123mi05_12

Eine Cicadenart, als neuer Feind des Getreides.

Im Bezirk Saint-Paul im Departement der Niederalpen werden auf Feldern welche verschiedenen Gemeinden angehören, alle Getreidearten seit 10 Jahren von einem Insecte in der Art heimgesucht, daß die Ernten oft ganz oder zum großen Theil verloren sind. Hr. Guérin-Mèneville, welcher an Ort und Stelle darüber Untersuchungen anstellte, berichtet, daß die Insecten die Pflanze nicht benagen, sondern aussaugen, indem sie sich so an die Halme und Blätter hangen, daß die oft schwarz von ihnen überzogene Pflanze verkrüppelnd und am Platz austrocknend zu Grunde geht. Wenn man sich nähert, hüpfen und stiegen die Insecten auf allen Seiten davon. Bei näherer Untersuchung des Insectes erkannte er es als zur Familie der Cicaden-(Baumgrillen), Ordnung der Hemipteren, gehörend und zwar zur Gattung Jassus (Fab.) Er nannte die Species 5. J. devastans und beschreibt sie im wesentlichen wie folgt: Kopf ockergelb, Wirbel schwarzgefleckt. Die übrigen Körpertheile ebenfalls größtentheils ockergelb mit schwarzer Einfassung und solchen Linien und braunen Flecken. Flügeldecken blaßgelb, halbdurchsichtig mit einigen braunen Flecken. Flügel durchsichtig, gegen das Ende nur wenig schwarz angelaufen. Füße gelb mit schwarzen Streifen und Tupfen. Länge des Insects 2 1/2 Millimeter. – Hinsichtlich der Mittel gegen diese Plage will ein Landwirth in St. Paul durch Aufstreuen von gepulvertem Eisenvitriol guten Erfolg bemerkt haben. Doch steht diese Beobachtung zu vereinzelt da, um einigen Werth zu besitzen. (Comptes rendus, Januar 1852, Nr. 3.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: