Titel: Anwendung des Centrifugalgebläses zum Glasblasen, nach Dr. Th. Gerding in Jena.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 123/Miszelle 2 (S. 401–402)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/mi123mi05_2
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Anwendung des Centrifugalgebläses zum Glasblasen, nach Dr. Th. Gerding in Jena.

Statt des Blasebalgs, durch welchen bei der gewöhnlichen Einrichtung der Glasbläserlampe der Luftstrom hervorgebracht wird, kann man nach Gerding mit Vortheil das Centrifugalgebläse anwenden. Dasselbe besteht für diesen Zweck aus einem cylindrischen Gehäuse von Eisenblech, von etwa 4 Zoll Durchmesser und 1 1/2 Zoll Weite, innerhalb dessen eine mit drei Flügeln versehene Achse in schnelle Umdrehung versetzt wird. Dabei strömt durch Ausschnitte, welche in den Seiten des Gehäuses rings um die Achse angebracht sind, Luft in dasselbe ein, welche dann innerhalb des Gehäuses durch die Centrifugalkraft nach der Peripherie getrieben und von hier durch einen blechernen Canal abgeleitet wird, welcher, zu einem eng ausmündenden Rohr sich fortsetzend, sie in die Flamme führt. Die Bewegung des Flügelapparats wird durch eine kleine auf der Achse desselben außerhalb des Gehäuses aufsitzende Rolle vermittelt, über welche eine Schnur geschlagen ist, die andererseits über ein größeres hölzernes mit Schnurlauf versehenes Rad geht. Dieses Rad ist, ebenso wie das Gehäuse, auf dem Glasbläsertisch angebracht, und wird mittelst einer an seiner Achse sitzenden Kurbel auf die Weise bewegt, daß von der Kurbel eine Schnur nach abwärts geht und unter dem Tische an dem Ende eines Trittes befestigt ist, den der Glasbläser mit dem Fuße in Bewegung setzt. Diese Vorrichtung ist mit geringen Kosten herzustellen und liefert einen gleichmäßigen Luftstrom, durch welchen eine intensive, für den Vorliegenden Zweck vollkommen ausreichende Hitze erzeugt wird. (Archiv der Pharmacie, Bd. LXVIII S. 281.)

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