Titel: Neue plastische Masse zum Anfertigen von Galanterie-Arbeiten und zur Verzierung von Möbeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 123/Miszelle 3 (S. 402)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/mi123mi05_3

Neue plastische Masse zum Anfertigen von Galanterie-Arbeiten und zur Verzierung von Möbeln.

Professor Purkinje machte vor einiger Zeit in der schlesischen Gesellschaft für vaterländische Cultur die Mittheilung einer neuen plastischen Masse, welche gegenwärtig häufig in Wien, Berlin und auch in Breslau zu Galanterie-Arbeiten und zu Verzierungen von Möbeln angewendet wird. Die Ingredienzien dazu bestehen aus gesiebter Schlämmkreide und dicker Leimlösung, in dem Verhältnisse von 5 zu 1 (trockener Leim) Nachdem die Kreide mit der Leimlösung zu einem Teige verarbeitet worden, bringt man eine angemessene Menge venetianischen Terpenthins dazu, wodurch die Brüchigkeit des Teiges aufgehoben wird. Um das Kleben an den Händen während der Verarbeitung des Teiges mit dem venetianischen Terpenthin zu verhindern, setzt man von Zeit zu Zeit eine geringe Quantität von Leinöl hinzu. Man kann auch der Masse beliebige Farben geben, die man gleich beim Kneten beimischen kann. Sie läßt sich in Formen drücken und zur Darstellung von Basreliefs und anderen Gestalten, z.B. Thieren verwenden. Man kann sie auch aus freier Hand bearbeiten und Modelle davon verfertigen, wobei die Hände mit Leinöl befeuchtet werden müssen; auch muß die Masse während der Arbeit warm gehalten werden. Wenn sie dann auskühlt und trocknet, was in einigen Stunden erfolgt, wird sie steinhart und kann dann wieder zum Abdruck neuer Formen dienen. (Polytechn. Notizblatt 1852, Nr. 3.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: