Titel: Ueber die Bestandtheile des sogenannten Waldwolle-Extractes; von Dr. J. Schnauß in Jena.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 123/Miszelle 10 (S. 475)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj123/mi123mi06_10

Ueber die Bestandtheile des sogenannten Waldwolle-Extractes; von Dr. J. Schnauß in Jena.

Das Waldwolle-Extract, welches in Thüringen ein beliebtes Heilmittel zu werden verspricht, und über dessen Zusammmensetzung der Verf. eine Untersuchung anstellte, bildet eine dickflüssige dunkelbraune Masse von starkem, dem des Terpenthinöls ähnlichen Geruch. Beim Vermischen mit Wasser sondern sich daraus Tröpfchen ätherischen Oels an der Oberfläche der Flüssigkeit aus, während zugleich ein hellbrauner Bodensatz entsteht. Die von diesem Bodensatz abfiltrirte hellbraune Flüssigkeit enthält Gummi, unkrystallisirbaren Zucker, Aepfelsäure und Citronensäure. Der Bodensatz ist ein Gemenge einer huminartigen Materie mit verändertem Chlorophyll. Wird das Extract mit verdünnter Schwefelsäure destillirt, so erhält man neben ätherischem Oel, dessen Geruch von dem des Terpenthinöls verschieden ist, ein wässeriges Destillat, in welchem Essigsäure und Ameisensäure enthalten sind. Diese Säuren müssen in dem Extract mit Basen verbunden seyn, da man sie durch Destillation desselben mit bloßem Wasser nicht im Destillat erhält, obschon das Extract etwas sauer reagirt. (Archiv der Pharmacie, Bd. LXVIII S. 276.)

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