Titel: Mittel gegen den Bienenstich.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 126/Miszelle 10 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj126/mi126mi01_10

Mittel gegen den Bienenstich.

Nach mehrjähriger Erfahrung und vielem Gebrauch habe ich als unfehlbares Mittel, die Geschwulst sowohl als auch die Schmerzen bei dem Bienenstich nach einigen Minuten völlig zu vertreiben, folgendes als bewährt gesunden: man nehme den ausgepreßten Saft von Beeren des Jelängerjelieber (Caprifolium) und bestreiche die Geschwulst oder den Ort, wo die Biene gestochen hat, so hören augenblicklich die Schmerzen auf, und wenn er auch schon geschwollen ist, so setzt sich die Geschwulst gleich wieder. Zu diesem Mittel kam ich zufällig. Es hatte nämlich eine Biene eines meiner Kinder gestochen; da nahm ich gleich, weil ich nichts anderes bei der Hand hatte, ein paar Jelängerjelieber-Beeren, welche an meinem Lusthause standen zerdrückte dieselben und strich den Saft auf den Bienenstich, und der Schmerz war gleich weg. Als ich den guten Erfolg davon sah, nahm ich die Beere, preßte sie aus und den Saft verschloß ich in einer gläsernen Flasche und hob ihn zu fernerem Gebrauche auf. Dieß hat mir nun jedesmal die besten Dienste geleistet. Im October 1849 schnitt ich einen weisellosen Stock bei meinem Collegen in Schörmestadt aus, wobei ich unzählige Stiche in die Hände bekam und dieselben schon beim Ausschneiden wie die Kissen aufgelaufen waren. Als ich nach Hause kam, bestrich ich sie mit genanntem Safte und in einer halben Stunde hatte sich nicht bloß die Geschwulst gesetzt, sondern ich fühlte auch gar keinen Schmerz mehr. (Aus der neuen landwirthschaftl. Zeitung von Amtsrath Gumprecht.)

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