Titel: Ueber Bereitung der sogenannten Pâte pectorale; von C. Ohme.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 126/Miszelle 6 (S. 77–78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj126/mi126mi01_6

Ueber Bereitung der sogenannten Pâte pectorale; von C. Ohme.

Unter obigem Namen wird seit einiger Zeit, unter pomphaften Anpreisungen und zu hohen Preisen, ein Fabricat des Apothekers Georgé in Epinal in öffentlichen Blättern ausgeboten, das, wenn es auch nicht die überschwänglichen Heilkräfte besitzt, die ihm in den Ankündigungen beigelegt werden, doch jedenfalls ein den Hustenreiz bei katarrhalischen Leiden linderndes und dabei angenehm schmeckendes Mittel ist.

Ich erlaube mir zur Anfertigung dieser Pasta pectoralis folgende Vorschrift zu geben:

Man nehme 1 Unze zerschnittenes Süßholz, bereite daraus 8 Unzen eines kalten Infusums, filtrire dasselbe und löse darin auf: 16 Unzen Raffinadezuckerpulver und eben so viel gestoßenes weißes arabisches Gummi. Dann schlage man das Weiße von 12 Eiern zu Schaum, rühre diesen nebst 1 Unze Curcuma-Tinktur unter die |78| Masse und dampfe sie auf dem Wasserbade so weit ein, daß sie sich auf einer kalten Kupferplatte mittelst eines Mangelholzes und unter Bestäuben mit Stärkmehl zu 1/4 Zoll dicken Platten ausrollen läßt, die mit einer Schere zuerst in 3/4 Zoll breite Streifen und dann durch Querschnitte in verschobene Quadrate zertheilt werden.

Bei Anfertigung größerer Quantitäten dient sehr zweckmäßig eine Blechform mit den darauf angebrachten und genau eingetheilten Quadraten, durch Eindrücken derselben in die ausgemangelten Platten zur Angabe der Größe der einzelnen Vierecke, wodurch die Pâte pectorale jedenfalls ein gefälligeres Ansehen bekommt. (Archiv der Pharmacie, Bd. LXX. S. 359.)

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