Titel: Ueber Reversions-Loupen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 126/Miszelle 1 (S. 311–312)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj126/mi126mi04_1

Ueber Reversions-Loupen.

In den „Unterhaltungen für Dilettanten und Freunde der Astronomie, Geographie und Meteorologie, Leipzig 1852, Nr. 11 vom 13. März“ lesen wir von Reversions-Loupen, auf welche Hr. Oertling in Berlin patentirt worden.

Die zweckmäßigste Einrichtung solcher Loupen besteht aus einer Verbindung der gewöhnlichen Loupe mit einem Reflexionsprisma. Stellt man die Hypothenusfläche des Prismas parallel zur Achse der Loupengläser, so wird der Gegenstand je nach seiner Lage zur Ebene der Hypothenusfläche entweder von oben nach unten oder von rechts nach links (einfache Reflexion) umgekehrt. Stellt man dagegen eine Kathetenfläche parallel zur Achse der Loupengläser, so geschieht beides zugleich (Total-Reflexion). – Die Benützung von Reflexions-Prismen zur Umkehrung der Bilder ist aber keineswegs neu.

Die erstere Stellung des Prismas ist bei den Dissections-Mikroskopen mit Prismen namentlich von Nachet in Paris oft angewendet worden.

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Der letzteren Einrichtung und zwar als vollendete Loupe bediente sich das Fraunhofer'sche Institut schon seit Jahren bei seinen parallaktischen Aufstellungen, wenn manchesmal die gar zu schiefe Lage der Limbusebene des Stundenkreises es nicht gestattet, die Kreistheilung in senkrechter Richtung abzulesen, in welchem Falle dann die Nummern der Theilung verkehrt gravirt werden. Dergleichen Reversionsloupen sind für Kupferstecher, Lithographen, Schriftsetzer etc. sehr bequem. (Schweizerisches Gewerbeblatt, 1852, Nr. 19 und 20.)

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