Titel: Salpetersaures Quecksilberoxydul zur Vertreibung des Ungeziefers bei dem Vieh.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 126/Miszelle 13 (S. 435)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj126/mi126mi06_13

Salpetersaures Quecksilberoxydul zur Vertreibung des Ungeziefers bei dem Vieh.

In der Umgegend von Hookfiel wird von einem Thierarzte an Landleute zur Vertreibung des Ungeziefers bei dem Viehe ein Pulver verkauft, das sich zu seinem Zwecke sehr bewährt erwies. Dasselbe zeigte sich bei der vom Apotheker Ingenohl zu Hooksiel vorgenommenen chemischen Untersuchung aus schwefelsaurem Quecksilberoxydul und Alantwurzelpulver zusammengesetzt. Da aber das schwefelsaure Quecksilberoxydul in Wasser schwer löslich ist, so bereitet Ingenohl zu gleichem Zweck ein Pulver aus 2 Scrupel krystallisirtem salpetersaurem Quecksilberoxydul und 1/2 Unze irgend eines vegetabilischen Pulvers, welches zur Verhütung seiner Zersetzung bei der Lösung in Wasser mit 10 bis 15 Tropfen reiner Salpetersäure, und des Wohlgeruchs halber noch mit einigen Tropfen eines stark riechenden ätherischen Oeles versetzt wird. Die Landleute brauchen das Pulver mit den günstigsten Erfolgen, indem sie dasselbe mit einer halben Kanne Regenwasser übergießen und ihr Vieh damit waschen. Da nun in einigen Gegenden der Gebrauch besteht, das Ungeziefer beim Vieh mit arseniger Säure zu vertreiben, die doch nie zu empfehlen ist, so dürfte man wohl auf die Wirkung des salpetersauren Quecksilberoxyduls in dieser Beziehung aufmerksam machen (Landwirthsch. Dorfzeit.)

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