Titel: Die Verfälschungen des Zinnobers in Frankreich.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1852, Band 126/Miszelle 6 (S. 432)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj126/mi126mi06_6

Die Verfälschungen des Zinnobers in Frankreich.

A. Triccard und A. Pommier haben die in Frankreich im Handel vorkommenden Zinnober-Sorten analysirt, wobei es sich herausstellte, daß nur der chinesische Zinnober in der Regel rein ist; die anderen Sorten sind meistens mit basisch-chromsaurem Bleioxyd (sogenanntem künstlichem Zinnober) verfälscht, welchem selbst häufig eine ziemliche Menge Bleiweiß beigemengt ist. Beim Sublimiren des Zinnobers bleibt das basisch-chromsaure Blei (durch Behandlung mit Salzsäure leicht zu erkennen), sowie Talk, Schwerspath, Eisenoxyd etc., womit er verfälscht wurde, zurück.

Sogenannter englischer Zinnober enthielt 95 Zinnober und 5 Eisenoxyd.

Französischer Zinnober Nr. 1 enthielt 70 Zinnober und 30 basisch-chromsaures Blei; Nr. 2 enthielt 35 Zinnober und 65 basisch-chromsaures Blei; eine andere Sorte 70 Zinnober und 30 Mennige.

Sogenannter deutscher Zinnober enthielt 85 Zinnober und 15 Talk; eine andere Sorte 90 Zinnober und 10 Ziegelsteinpulver.

In keiner Zinnobersorte fand sich Realgar. – Man kann dem Zinnober eine gewisse Menge Salmiak zusetzen, ohne daß sich dieses Salz durch Sublimation erkennen ließe. Ein damit verfälschter Zinnober gibt bei der Behandlung mit destillirtem Wasser eine Flüssigkeit, welche das salpetersaure Silber fällt; mit gebranntem Kalk erhitzt, entwickelt er ammoniakalische Dämpfe. (Journal de Chimie médicale, Septbr. 1852, S. 556.)

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