Titel: Verfahren beim Färben mit Krapp; von John Brazil in Manchester.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 127/Miszelle 11 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj127/mi127mi01_11

Verfahren beim Färben mit Krapp; von John Brazil in Manchester.

Die Verbesserungen im Färben mit Krapp, welche sich John Brazil am 24. Juni 1851 für England patentiren ließ, bestehen in drei Verfahrungsarten:

I. Die erste betrifft die Anwendung einer Seifenlösung als Zusatz zum Krapp beim Färben, damit der Farbstoff besser ausgezogen wird.

Auf je zehn Pfund Krapp wendet man ein halbes Pfund Palmölseife an, und setzt der Mischung die gebräuchliche Menge Kreidepulver zu. Der Krapp muß der Seifenlösung zugesetzt werden, ehe man die Zeuge in das Färbebad einhaspelt; am besten führt man die Stücke ein, wenn das Färbebad eine Temperatur von 17 bis 21° Reaumur hat, und steigert die Temperatur in beiläufig 1 1/4 Stunde auf 66° Reaumur.

II. Bei demselben Verfahren kann man in Verbindung mit Seife Borax anwenden. Die Verhältnisse sind: zwölf Pfund Krapp, ein halbes Pfund Seife und ein Viertelpfund Borax, mit der gebräuchlichen Menge Kreidepulver.

III. Man kann auch die zu färbenden Stücke mit einer warmen Auflösung von 1 Pfd. Seife in 120 Pfd. Wasser tränken, hierauf trocknen und dann auf der Klotzmaschine mit dem Mordant imprägniren. – Auch eine Auflösung von 1 Pfd. Borax in 60 Pfd. Wasser, der man dann soviel Harz zusetzte als sie auflösen kann, wird zum Imprägniren der Stücke vor dem Beizen derselben empfohlen. (London Journal of arts, Novbr. 1852, S. 346.)

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