Titel: Ueber die Säure in unreifen Weintrauben; von Demselben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 127/Miszelle 9 (S. 79)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj127/mi127mi01_9

Ueber die Säure in unreifen Weintrauben; von Demselben.

Im vorigen Jahre gelangten nur sehr wenige Trauben zur Reife. Ich preßte eine größere Menge davon aus, und nachdem ich durch Aufkochen das Eiweiß entfernt hatte, versetzte ich das Filtrat mit Kalkmilch im Ueberschuß. Es entwickelte sich ein stechend urinöser Geruch (nicht ein rein ammoniakalischer), und aus dem kochenden Filtrat von dem zu Boden gefallenen überschüssigen Kalk setzte sich eine große Menge harter, schwach gelblich gefärbter Körner ab.

Diese waren nichts anderes als äpfelsaurer Kalk, wie die Bildung des sauren Kalksalzes beim Auflösen in Salpetersäure, das Bleisalz und endlich die Analyse bewies. 0,500 Grm. gaben nach dem Glühen 0,231 Grm. CaO + CO² = 0,1293 Grm. CaO = 25,86 Proc. CaO.

Die Formel 2 (CaO + a) + 5 Aq verlangt 25,80 Proc. CaO.

Vielleicht daß in den unreifen Trauben Asparagin enthalten ist, welches die Bildung von Aepfelsäure und Ammoniak beim Kochen mit Kalk bewirkt. (Annalen der Chemie und Pharmacie, October 1852, S. 83.)

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