Titel: Ueber zwei Abänderungen der Bunsen'schen Säule, wovon die eine die innere Leitfähigkeit, und die andere die Spannung vergrößert; von HHrn. Liais und Fleury.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 127/Miszelle 2 (S. 152–153)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj127/mi127mi02_2

Ueber zwei Abänderungen der Bunsen'schen Säule, wovon die eine die innere Leitfähigkeit, und die andere die Spannung vergrößert; von HHrn. Liais und Fleury.

Wenn man die Scheidewand bei einer Bunsen'schen Säule wegläßt, deren Kohle porös ist und mit Salpetersäure getränkt erhalten wird, so vergrößert man die innere Leitfähigkeit der Säule fünfmal; dieß entspricht nach den Gesetzen der elektrischen Ströme einer gleichen Vergrößerung der Oberfläche, ohne daß jedoch, wie im letztern Fall, die Kosten größer werden. Den Beweis für diese Thatsache liefert folgender Versuch: ein so abgeändertes Element befähigte einen Elektromagneten 58 Kilogr. zu tragen; damit er durch Vergrößerung der Oberfläche der alten Säule dasselbe Gewicht trug, mußte man 5 Bunsen'sche Elemente an ihren ähnlichen Polen vereinigen, so daß 1 Element von fünffacher Oberfläche entstand.

Um die poröse Kohle mit Salpetersäure getränkt zu erhalten, haben wir folgende Anordnung getroffen: ein Glascylinder umgibt den Kohlencylinder, so daß eine ringförmige Höhlung bleibt, welche mit Salpetersäure gefüllt wird. Die zwei Cylinder werden an ihrem untern Theil mit Thon verkittet. In dem Falle wo sich die Kohle im Innern des Zinks befände, würde es hinreichen in dieser Kohle eine Höhlung anzubringen.

Wenn man in die vorhergehende Säule mit Kohle welche mit Salpetersäure getränkt ist, neuerdings eine Scheidewand einführt, und an der Seite der Kohle mit concentrirter Schwefelsäure, an der Seite des Zinks mit verdünnter Säure ladet, wie gewöhnlich, so ist die Leitfähigkeit der Säule fast dieselbe wie bei der Bunsen'schen Säule, aber die Spannung ist fast verdoppelt.

Wenn man, anstatt mittelst einer einzigen Scheidewand die concentrirte Schwefelsäure direct auf die Säure von 12 Graden wirken zu lassen, mehrere Scheidewände anbringt, so daß man die concentrirte Säure auf eine Säure von geringerem Grad wirken läßt, letztere wieder auf eine etwas verdünntere Säure, und so fort bis zur |153| Säure von 12° B., in welche das Zink taucht, so findet man eine beträchtliche Zunahme der Spannung, die wir aber noch nicht genau gemessen haben. Ein Element dieser letzteren Säule verhält sich also wie eine Bunsen'sche Säule von mehreren Elementen derselben Oberfläche, und sie kostet viel weniger. (Comptes rendus, Novbr. 1852, Nr. 22.)

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