Titel: Die Schießbaumwolle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 127/Miszelle 2 (S. 235)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj127/mi127mi03_2

Die Schießbaumwolle.

Schon seit längerer Zeit begannen in Frankfurt a. M. die Verhandlungen über die Präliminarien zu einem Vertrag, durch welchen die ersten Erfinder der nun durch einen österreichischen Militär verbesserten und brauchbar gemachten Schießbaumwolle ihre Erfindung der österreichischen Regierung um eine bestimmte Summe überlassen sollten, und zwar, indem sie auf jedes Eigenthumsrecht verzichteten. Die Präliminarien, über welche man sich geeinigt hatte, wurden der kaiserlichen Regierung zur Genehmigung vorgelegt und ein Vertrag kam zu Stande. Nach ihm wird die Erfindung der Schießbaumwolle als ausschließliches Eigenthum der österreichischen Regierung abgetreten, und zwar gegen eine den ersten Erfindern zu bezahlende Summe von 30,000 fl. Die ganze Angelegenheit ist bereits erledigt, und so befände sich denn die Regierung Oesterreichs, nachdem der Artillerie-Officier Lenk seine erprobte Verbesserung zur Verfügung seines Monarchen gestellt, in dem ausschließlichen Besitz der brauchbaren Schießbaumwolle. (Allg. Zeitung, 1853, Nr. 32.)

Von den 30,000 fl., welche von der österreichischen Regierung den beiden Erfindern der Schießbaumwolle bewilligt worden, hat, wie das Frankf. Journal meldet, Professor Böttger in Frankfurt ein Drittheil, Professor Schönbein in Basel, als derjenige welchem die Priorität der Erfindung gebührt, zwei Drittheile erhalten.

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