Titel: Sehr glänzendes Metallgemisch.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 127/Miszelle 5 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj127/mi127mi05_5

Sehr glänzendes Metallgemisch.

Es ist schon eine alte Erfahrung, daß Gemische aus Zinn und Blei weit glänzender ausfallen, als diese Metalle an sich. In einem vorzüglichen Grade besitzt diese Eigenschaft eine Legirung aus 19 Theilen Blei und 29 Theilen Zinn, welche, wenn sie in polirte Formen gegossen wird, einen außerordentlichen Glanz hat. Man bedient sich ihrer gewöhnlich auf folgende Weise. In die sehr leichtflüssige Masse taucht man wenn sie geschmolzen und von der Oxydhaut gereinigt ist, glattgeschliffene Stücke Glas, und zieht sie sogleich wieder heraus. Es bleibt dann eine dünne Metallrinde an dem Glase hangen, welche sich beim völligen Erkalten selbst ablöst, und da, wo sie das Glas berührte, einen vortrefflichen Spiegelglanz zeigt. Wählt man zweckmäßig geschliffene Glasformen, z.B. sternartige Strahlen, so kann man aus solchem Metall allerlei Verzierungen bilden. Durch Berührung schadet man dem Glanz, und ein solcher Fleck ist nie wieder fortzubringen. (Böttger's polytechn. Notizblatt, 1853, Nr. 5.)

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