Titel: Analyse eines vanadinhaltigen Eisensteins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 129/Miszelle 5 (S. 77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj129/mi129mi01_5

Analyse eines vanadinhaltigen Eisensteins.

Dieser Eisenstein dient zur Eisengewinnung auf der im Braunschweig'schen zwischen Alfeld und Einbeck gelegenen Carlshütte. Er kommt auf einem Lager zu Eschwege ganz in der Nähe der Hütte vor. Er ist ein sehr kleinkörniges Bohnerz. Die Analyse wurde von Dr. A. Müller gemacht, mit abgesiebten, gewaschenen Körnchen. Sie gab folgende Zusammensetzung:

Eisenoxyd 67,8
Thonerde 8,5
Kalkerde 2,8
Talkerde 0,8
Manganoxydul 0,7
Kali 0,3
Wasser 10,3
Kieselsäure 7,9
Phosphorsäure 2,3
Arseniksäure 0,1
Vanadinsäure 0,1
Chrom, Molybdän, Kupfer Spuren
–––––
101,6.

Bei der Reduction im Kohlentiegel gab er einen wohlgeflossenen Regulus, 48,8 Proc. vom Gewicht des Eisensteins betragend. Sein spec. Gewicht war 7,088.

Das aus diesem Eisenstein auf der Hütte gewonnene Roheisen enthält: Vanadin, Chrom, Molybdän, Arsenik, Phosphor, Silicium, Mangan, Calcium, Magnesium, Aluminium und Kohlenstoff.

Das aus dem Roheisen durch den gewöhnlichen Frischproceß dargestellte Stabeisen ist in der Regel sehr gut und außerordentlich zähe, obgleich es noch Spuren der obigen Körper, besonders aber sicher nachweisbar Vanadin enthält, welches überhaupt, soweit die Erfahrung bis jetzt geht, die Beschaffenheit des Stabeisens nicht zu verschlechtern, sondern eher zu verbessern scheint.

In der bei der Stabeisengewinnung gebildeten Frischschlacke war es in viel kleinerer Menge als im Stabeisen enthalten. Sie enthielt über 3 Proc. Phosphorsäure und 0,7 Proc. Arseniksäure. W. (Annalen der Chemie und Pharmacie, April 1853, S. 127.)

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