Titel: Die Schlagzeit für das Werkholz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 129/Miszelle 9 (S. 79)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj129/mi129mi01_9

Die Schlagzeit für das Werkholz.

Von Buffon ging die Ansicht aus, daß sich das im Saft befindliche Holz am besten eigne um als Werkholz geschlagen zu werden, andere haben es ihm nachgebetet, und so wird auch jetzt noch von den meisten Eisenbahnbau-Directoren in Frankreich darauf gedrungen, daß die Zimmerleute vom 15. April bis zum 30. Juni geschlagenes, Holz zu Schwellen verwenden.

Dieses Verfahren ist ganz fehlerhaft, denn das Holz ist erst dann so zu sagen reif, wenn die innern Holzschichten vollkommen gebildet sind und der Saft in Ruhe ist, nämlich vom 1. Octbr. bis zum 1. Januar. Holz, welches, während es im Saft war, geschlagen wurde, wird an einem feuchten Ort in höchstens dreißig Jahren wurmstichig, während im November geschlagenes fast ewig dauert. Unternehmer sollten daher, um sicher zu gehen, das Holz am Stamm, und zwar besser von niedern Schlagwaldungen, als hochstämmiges Holz, selbst kaufen, es vom 15. October bis zum 15. Januar schlagen und vom 1. März bis 1. Mai abführen lassen. (Moniteur industriel) 1853, Nr. 1738.)

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