Titel: Künstliche Hausenblase,
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 129/Miszelle 12 (S. 160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj129/mi129mi02_12

Künstliche Hausenblase,

die so gut wie die ächte seyn soll, machen Beaujeu und Andère in Paris aus den größeren Knochen der Wallfische, Cachelots, Delphine und anderer großen Seefische. Diese werden in 6 Zoll lange, 2 Zoll dicke Stücke zersägt, 4 bis 5 Stunden in Wasser gekocht, um das Fett zu entfernen, dann mit Salzsäure von der Kalkerde befreit, durch zwei oder drei Aufgüsse, wozu 12 Tage nöthig sind, mit Wasser ausgesüßt, so schnell als möglich getrocknet, mit Wasser auf 30° R. erhitzt, um das Fett vollends zu entfernen, welches man abschöpft, 2 bis 3 Stunden ausgekocht, worauf man das Feuer ausgehen läßt, und durch Zusatz von etwas Kreide oder Kalkmilch klärt. Man läßt nun die Flüssigkeit in ein Gefäß ablaufen und durch Ruhe klar werden. Sie ist dann gallertartig und kann in Tafeln geschnitten werden, die man auf Gittern aus Schnüren trocknen läßt. 100 Pfd. Knochen geben 10 bis 16 Pfd. Hausenblase. (Polytechn. Zeitung.)

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