Titel: Verwendung der Optik bei chemischen und chemisch-technischen Untersuchungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 129/Miszelle 4 (S. 155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj129/mi129mi02_4

Verwendung der Optik bei chemischen und chemisch-technischen Untersuchungen.

In der Versammlung der brittischen Naturforscher zu Belfast im September vorigen Jahres zeigte Stokes die Anwendung eines Prisma bei chemischen und technisch-chemischen Untersuchungen. Stellt man nämlich zwischen Prisma und Spectrum eine kleine Menge einer Auflösung, oder in anderen Fällen eine vor dem Löthrohr geblasene Perle, so kann man eine große Anzahl von Stoffen durch ihre Einwirkung auf das Licht an den dunkeln Streifen, die sie an verschiedenen Theilen des Spectrums hervorbringen, entdecken. Wie sicher die Proben sind, erläuterte er an einem Beispiel. Bei einer Untersuchung erhielt er durch eine Perle Streifen, welche er als dem Uran eigenthümlich erkannte, obgleich er die Gegenwart desselben durchaus nicht vermuthete. Bei genauerem Nachforschen ergab es sich aber, daß er sich bei Darstellung der Perle eines Platindrahtes bedient hatte, der früher bei der Untersuchung auf Uran benutzt worden war, und auf ihm war eine Spur dieses Metalles zurückgeblieben, die sich bei der optischen Probe zu erkennen gab. Er zeigte die Wirkungen des Kobalt, Uran, einer Auflösung von Chlorophyll, von schwefelsaurem Chinin u.s.w., und erläuterte, wie dieses Verfahren die chemischen Untersuchungen würde vereinfachen können. Graham, Andrews und Andere erkannten die Wichtigkeit dieser Methode an. (Aus dem Institut Nr. 987, durch Böttger's polytechn. Notizblatt, 1853, Nr. 13.)

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