Titel: Sogenanntes Radirgummi und künstlicher Bimsstein.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 129/Miszelle 11 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj129/mi129mi03_11

Sogenanntes Radirgummi und künstlicher Bimsstein.

In der Sitzung des Mainzer Gewerbvereins vom 21. April machte der Vorsitzende, Hr. C. Deninger, die Mittheilung, daß ihm durch einen Bekannten ein Stückchen sogenanntes Radirgummi zugestellt worden sey, welches – einen Quadratzoll groß – 15 Kreuzer koste und den Zweck habe, an der Stelle des allgemein gebräuchlichen Radirmessers Tintenflecke, verschriebene Stellen u.s.w. aus Schriften zu entfernen. Dieses Gummi habe den bemerkten Zweck vollkommen, jedoch aber langsam erfüllt, so daß es geraumer Zeit bedürfe, bis die zu entfernenden Stellen vollständig verschwunden seyen.

Wende man an der Stelle dieses Gummis aber künstlichen Bimsstein an, dann werde derselbe Zweck leichter, in viel kürzerer Zeit und auf eine beinahe Nichts kostende Weise erreicht; nur müsse man sich bei Anwendung dieses Bimssteins einer weichen Unterlage bedienen. Derselbe sey das Product einiger chemischen Fabriken und zuerst in unserer Gegend durch die Gebrüder Hartmuth in Wien bekannt geworden, welche Muster davon zu der im Jahr 1842 in Mainz stattgefundenen Industrieausstellung eingesandt hatten. Seitdem sey derselbe beinahe in allen Materialhandlungen, unter andern bei Gebrüder Haenlein in Frankfurt a. M. zu 10 bis 12 Kreuzer per Pfund zu haben. (Gewerbebl. für das Großh. Hessen, 1853, S. 136.)

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