Titel: Untersuchungen über die Veränderung der zum Schiffsbeschlag angewandten Bronze; von Ad. Bobierre.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 129/Miszelle 2 (S. 312)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj129/mi129mi04_2

Untersuchungen über die Veränderung der zum Schiffsbeschlag angewandten Bronze; von Ad. Bobierre.

Meine fortgesetzten Versuche über die Dauerhaftigkeit der Bronze als Schiffsbeschlag (man sehe darüber die Abhandlung des Verf. im polytechn. Journal Bd. CXXV S. 187) gaben folgende Resultate:

Die Bronze ist zum Schiffsbeschlag hinsichtlich ihrer Dauerhaftigkeit dem Kupfer und Messing vorzuziehen.

Die anormalen Veränderungen, welche sich seit einigen Jahren beim Bronzebeschlag (französischer Schiffe) zeigten, sind Folge einer mangelhaften Fabrication der Bronze.

Wenn die als Schiffsbeschlag angewandte Bronze Arsenik enthält, so veranlaßt derselbe nicht nothwendig eine rasche Veränderung derselben, wie sie beim Rothkupfer stattzufinden scheint.

Die Erfahrung hat bewiesen, daß Bronze, welche als Schiffsbeschlag sich im Meer vortrefflich bewährte, in 1000 Theilen 45 bis 55 Theile Zinn enthielt. Wenn die zum Schiffsbeschlag verwendete Bronze in 1000 Theilen nur 24, 25, 26, 30 und 35 Theile Zinn enthält, so ist sie heterogener Natur und verändert sich fast stets ungleichmäßig.

Die Hauptursachen, daß der (französischen) Handelsmarine seit einiger Zeit für den Schiffsbeschlag zinnarme Bronze geliefert wird, sind: daß die Fabrikanten auf Kosten der Dauer der Legirung wohlfeil zu walzen und aus dem niedrigeren Preis des spröden Kupfers Vortheil zu ziehen suchen.

Wenn man der für den Schiffsbeschlag bestimmten Bronze ein kleines Verhältniß von Zink zusetzt, so wird dadurch die Legirung sicher verbessert, weil sich dann das positive Element in der Metallmasse besser vertheilen kann. Comptes rendus, Juli 1853, Nr. 4.)

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