Titel: Unzerstörbare Aufschriften für Säuregläser; von Prof. Schubert.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 129/Miszelle 4 (S. 464–465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj129/mi129mi06_4
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Unzerstörbare Aufschriften für Säuregläser; von Prof. Schubert.

Es ist bekannt, daß Aufschriften von gewöhnlicher Tinte, wenn sie nicht gefirnißt sind, nicht bloß auf Säuregläsern, sondern selbst in Schränken, welche flüchtige Säuren enthalten, auch auf anderen Gefäßen bald verschwinden. Die durch solche Einflüsse unzerstörbare Tinte aus Tusche und Salzsäure verwischt sich aber sehr leicht, nicht nur beim Berühren mit nassen Fingern, sondern auch beim Ueberstreichen mit Hausenblasenlösung, als Grund für nachheriges Firnissen.

Eine Schrift, welche allen diesen Anforderungen entspricht, erhält man durch das bekannte Verhalten der verdünnten Schwefelsäure. Was damit geschrieben wird, ist anfangs vollkommen unsichtbar, erscheint aber beim Erwärmen auf einem Ofen oder über einer Lichtflamme sogleich mit schwarzer Farbe durch Verkohlung des Papiers. Man verdünnt die Säure mit etwa 6 Theilen Wasser und trägt sie etwas sparsam, d.h. mit nicht zu voller Feder auf, damit sie das Papier nicht ganz durchdringt, weil sonst die Züge nach dem Verkohlen leicht durchbrechen. Obgleich die Flüssigkeit farblos ist, so kann man das Geschriebene recht gut mit dem Auge verfolgen, wenn man das Gesicht in jene Stellung bringt, wo man sie glänzen sieht. (Würzburger gemeinnützige Wochenschrift, 1853, Nr. 33.)

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