Titel: Vorschrift für die Anwendung des sogenannten Weinstein-Präparates in der Wollenfärberei.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 130/Miszelle 6 (S. 78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj130/mi130mi01_6

Vorschrift für die Anwendung des sogenannten Weinstein-Präparates in der Wollenfärberei.

Unter dem Namen Weinstein-Präparat kam vor mehreren Jahren eine weißgraue Masse in den Handel, welche sich bei näherer Untersuchung als ein saures schwefelsaures Natronsalz zeigte. Die Anwendung dieses Surrogates für Alaun und Weinstein wird immer allgemeiner, da es einen Vortheil von 100 Proc. gewährt.

Die Farben, zu deren Absud es bisher immer genommen wird, sind Chromschwarz, Chrombraun, Grau, alle Modefarben, Grün, Carminblau, und macht im Allgemeinen ein Absud in 4 Pfd. Weinsteinpräparat denselben Effect, als ein Absud in 4 Pfd. Alaun und 2 Pfd. Weinstein. Bei einigen Farben nimmt man noch etwas Alaun zum Präparat.

Auf 50 Pfund chromschwarz zu färbende Wolle nimmt man
1 „ chromsaures Kali,
1 1/2 „ Präparat.

Bei 70 Grad R. eingehen, dann 50 Minuten sieden und in einem frischen Blauholzbade ausfärben, welches nach der Nüance 1/4 bis 1/2 Pfd. Blauholz enthält.

Auf 50 Pfund chrombraun zu färbende Schafwollgarne:
1 „ Chromkali,
1 1/2 „ Präparat,
1/2 „ Alaun.

Nach einstündigem Absud auf einem frischen Bade ausfärben, welches 8 bis 10 Pfd. Rothholz enthält; oder für Gelbbraun und Bronze aus Rothholz, Gelbholz- und Blauholzabkochungen in verschiedenen Verhältnissen zusammengesetzt ist.

Zu Grün nehmen Einige Alaun zu dem Präparat, Andere nicht, und werfen das Präparat im Verhältnisse von 1/2 Pfd. auf 10 Pfd. Wolle anstatt einem Vorsud, gleich mit in den Farbkessel. (Deutsche Muster-Zeitung, 1853, Nr. 6.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: