Titel: Ueber den Schutz des Weinstocks gegen seine Krankheit und die Heilung derselben; von Hrn. Robouam.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 130/Miszelle 13 (S. 158–159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj130/mi130mi02_13

Ueber den Schutz des Weinstocks gegen seine Krankheit und die Heilung derselben; von Hrn. Robouam.

Mit Bezug auf meine frühere Mittheilung (polytechn. Journal Bd. CXXVI S. 309) fasse ich in Folgendem meine weiteren Versuche und Beobachtungen zusammen

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Alle auf dem Boden hinlaufenden Zweige, sowie ihre Trauben und Blätter, gleichviel ob von jungen oder alten Rebstöcken, sind grün und gesund; die auf umgeackerter, nicht mit Gras bewachsener Erde hinlaufenden zeigen ein minder schönes Grün als die, welche auf mit Gras bedeckter Erde hinlaufen. Ich ließ Zweige des Weinstocks über Steinhaufen hinlaufen; sie sind grün und gesund, wie auch ihre Trauben und Blätter. Voriges Jahr sah ich bei Vencennes aus einer Mauer mit horizontalem, steinernen Dach einen Weinstock, dessen sämmtliche Theile welche auf diesem Dach hinliefen, gesund waren, während Alles, was auf einer oder der andern Seite darüber hinausging, krank war.

Diese Beobachtungen schienen mir von praktischem Nutzen zu seyn. Denn wenn auch der Schwefel, der Kalk, das Schwefelcalcium und viele andere Agentien sich gegen die Krankheit wirksam gezeigt haben, so sind sie doch beim Weinbau im Großen nicht anwendbar, da ganze Weinberge doch nicht zu wiederholtenmalen geschwefelt oder gekalkt, oder besprengt etc. werden können; während den Weinstock auf der Erde hinlaufen zu lassen, und ihn nöthigenfalls mit Rasen zu umgeben, oder etwas Erde darüber zu werfen, ein einfaches und wohlfeiles Verfahren ist. (Comptes rendus, Septbr. 1853, Nr. 10.)

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