Titel: Verfahren zum Verbleien des Eisens und des Kupfers; von Girard.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 130/Miszelle 4 (S. 155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj130/mi130mi02_4

Verfahren zum Verbleien des Eisens und des Kupfers; von Girard.

Das reine Blei verbindet sich nicht gut mit dem Kupfer und dem Eisen, es findet aber eine genügende Adhäsion zu diesen Metallen statt, wenn man dem Blei etwas Arsenik zusetzt. 6 Proc. Arsenik sind dazu ausreichend. Die Gegenwart von außerdem 1–2 Proc. Zinn macht die Legirung leichter schmelzbar, das Verbleien damit leichter und die Bleischicht gleichförmiger. Etwas Antimon gibt dem Blei größere Widerstandsfähigkeit. Die zu verbleienden Gegenstände werden sorgfältig gereinigt und dann in Lösung von Chlorzink gelegt. Man bereitet das Bleibad und bedeckt es mit Salmiak, welcher mit dem Chlorzink, womit die Gegenstände überzogen sind, sich verbindet. Man taucht die Gegenstände in das Bad, wenn dieses eine etwas höhere Temperatur angenommen hat, als wie dem Schmelzpunkt der Bleilegirung entspricht. Es ist gut, die oberflächliche Oxydation der Bleischicht zu befördern, denn die Gegenstände sind dann um so besser geschützt. Die verbleiten Gegenstände werden nach ihrem Austritt aus dem Bade in Wasser getaucht. Das Wasser wird allmählich etwas sauer und bewirkt dann eine oberflächliche Oxydation des Bleies. Man bringt die Gegenstände darauf in eine alkalische Lösung, und zieht sie aus derselben wieder heraus, ohne sie abzutrocknen. Das Alkali, welches an ihrer Oberfläche bleibt, zieht dann Kohlensäure an, und in einigen Wochen bildet sich auf den Gegenständen eine neue schützende Schicht. (Aus dem Technologiste, März 1853, S. 295.)

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