Titel: Das basische Chlorblei als Ersatz anderer Bleisalze in den Reservagen für Grün, Gelb und Orange auf küpenblauem Grund.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 130/Miszelle 7 (S. 156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj130/mi130mi02_7

Das basische Chlorblei als Ersatz anderer Bleisalze in den Reservagen für Grün, Gelb und Orange auf küpenblauem Grund.

Sicher und mit Vortheil läßt sich zur Herstellung von chromgelben und chromorangen Farben, namentlich bei den Küpenreservagen, das basische Chlorblei an Stelle des bei weitem theureren Bleizuckers und salpetersauren Bleies benutzen. Selbst in Fällen, wo man das schwefelsaure Blei, welches man als Nebenproduct gewinnt, benutzt, z.B. beim Chromorangepapp, bieten sich, neben der Annehmlichkeit, daß sich das Chlorblei leicht und schnell bereiten läßt und man es mithin zu jeder Zeit haben kann, noch mannichfache Vortheile dar, die aus dem Umstande hervorgehen, daß das basische Chlorblei sehr viel Blei enthält. Es entsprechen nämlich bezüglich des Bleigehalts 9 1/2 Theile basisches Chlorblei 16 1/2 Theilen Bleizucker oder 14 1/2 Theilen salpetersaurem Blei.

Man mengt Bleiglätte und Kochsalz mit nicht viel Wasser unter einander, läßt die Mischung dann ruhig einige Tage stehen, bis die Masse durch und durch weiß geworden. Zur Entfernung des überschüssigen Kochsalzes und des gebildeten Aetznatrons wäscht man dieselbe mehreremale mit Wasser aus. Der Rückstand ist basisches Chlorblei. (Deutsche Musterzeitung, 1853, Nr. 5.)

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