Titel: Zuverlässiges Mittel gegen Feldmäuse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 130/Miszelle 10 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj130/mi130mi05_10

Zuverlässiges Mittel gegen Feldmäuse.

Man fängt Mäuse, je mehr je besser, faßt sie beim Genicke und zieht sie einigemale durch dünne mit Fischthran vermengte Wagenschmiere und läßt sie wieder laufen. Der Geruch hievon ist ihnen unerträglich, sie laufen sich zu todt und die andern Mäuse fliehen alle Orte, wo diese den Geruch verbreitet haben. In zwei bis drei Tagen sieht man auf weit und breit keine lebenden, wohl aber viele todte Mäuse, die sich zu todt gelaufen haben. – Wenn die mit obiger Mischung beschmierten Mäuse einige Stunden durch die Gänge gelaufen sind, so kommen alle anderen auf die Oberfläche und laufen wie toll herum, wo viele leicht mit einem Brett oder Besen getödtet werden können. – Wer dieses Mittel in der Weise, solange er noch Mäuse in der Gegend bemerkt und fangen kann, zwei bis dreimal auf seinen Feldern anwendet, wird sich wundern, wie schnell dieses Ungeziefer spurlos verschwunden ist. – Gleiche Wirkung haben Königskerzen (Verbascum Thapsus), mit Blüthe und Wurzel dahin gelegt, wo viele Mäuse sind. Sie fliehen diese Pflanze außerordentlich, laufen davon und kehren nie mehr an den Ort zurück, wo die Königskerze lag oder liegt. – Bei Bäckern und Müllern, auf Fruchtböden, in Scheunen zwischen die Garben gelegt, hat die Königskerze die beste Wirkung und man sollte diese Pflanze zu diesem Gebrauche besonders anbauen. Gleiche Wirkung hat das Heidekraut (Erica vulgaris), indem die Mäuse, sobald sie in die Nähe dieses Krautes kommen, von einer Laufwuth befallen werden, deren Folge gewöhnlich der Tod ist. Andreä, Gutsbesitzer zu Gelchsheim. (Würzburger gemeinnützige Wochenschrift, 1853, Nr. 47.)

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