Titel: Neue Schleifsteine aus Südamerika.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1853, Band 130/Miszelle 3 (S. 435–436)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj130/mi130mi06_3

Neue Schleifsteine aus Südamerika.

Hr. Oberhäuser, der berühmte Optiker in Paris, zeigte unlängst bei seiner Anwesenheit in München in einer Sitzung des Central-Verwaltungsausschusses des polytechnischen Vereins daselbst einen Schleifstein für feine Schneidwerkzeuge vor. Dieser hatte ein beinahe chalcedonartiges Aussehen, gibt am Stahle lebhafte Funken, besitzt ein außerordentlich feines Korn und eine Masse von seltener Gleichförmigkeit, so daß diese Steine beim Gebrauche nie concav werden, sondern immer eben bleiben. Der vorgezeigte Stein war ungefähr 8 Zoll lang, 1 Zoll dick und 1 1/2 Zoll breit und kostete 13 bis 14 fl. Derlei Abziehsteine werden erst seit Kurzem aus Südamerika nach Paris gebracht und finden reißenden Absatz, weil sie eben so unübertrefflich wie unverwüstlich sind. Ein achtbarer Geognost erkannte |436| diesen Schleifstein, der gegenwärtig im Besitze des polytechnischen Vereins ist, als Kieselschiefer aus dem Gneisfels. Ob derselbe in seiner Masse nur aus amorpher Kieselsäure oder aus dieser mit eingemengter krystallinischer Kieselsäure bestehe, blieb noch unentschieden. (Kunst- und Gewerbeblatt des polytechn. Vereins für Bayern, 1853, S. 455.)

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