Titel: Ueber Glaskugeln, welche zur Beleuchtung in Werkstätten gebraucht werden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1854, Band 131/Miszelle 7 (S. 236–237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj131/mi131mi03_7

Ueber Glaskugeln, welche zur Beleuchtung in Werkstätten gebraucht werden.

Vor einiger Zeit darauf aufmerksam gemacht, daß bei uns noch immer die mit gewöhnlichem Wasser gefüllten Glaskugeln in manchen Werkstätten im Gebrauche sind, welche für das menschliche Auge äußerst nachtheilig wirken, während man sich anderwärts bereits derselben mit farbigen Flüssigkeiten gefüllt bedient, habe ich selbst Versuche angestellt und gefunden, daß sich zu solcher Beleuchtung hauptsächlich mit grüner Flüssigkeit gefüllte Glaskugeln eignen, indem dieselben einen für das Auge höchst wohlthätigen Schein verbreiten, während die mit gewöhnlichem Wasser gefüllten einem nicht besonders starken Auge äußerst wehe thun. Bei diesem grünen Lichte können selbst die feinsten Arbeiten verrichtet werden. Diese grüne |237| Flüssigkeit kann sich Jeder selbst bereiten, wenn er einige Pfennige in einigen Lothen Scheidewasser auflöst und mit soviel Wasser verdünnt, als zum Füllen einer Glaskugel nothwendig ist. Außer dem großen Nutzen, den diese grün gefärbten Glaskugeln fürs Auge gewähren und außer der Billigkeit bieten dieselben noch den Vortheil, daß diese Flüssigkeit nicht gewechselt werden muß, während mit Wasser gefüllte Kugeln schon nach kurzer Zeit frisch gefüllt und gereinigt werden müssen, da das darin befindliche Wasser faulig und übelriechend wird. Ebenso sind die mit der grünen Flüssigkeit angefüllten weniger dem Zerspringen durch Gefrieren ausgesetzt als die mit gewöhnlichem Wasser gefüllten.

Möchten Alle, welche mit solchem Glaskugellichte zu arbeiten gezwungen sind und die das Augenlicht auch für die Zukunft gut erhalten wollen, diese Andeutung beherzigen, F. C. (Würzburger gemeinnützige Wochenschrift, 1854, Nr. 6.)

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