Titel: Ueber den Oelgehalt des Leinsamens; von Hrn. J. L. Lassaigne.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1854, Band 131/Miszelle 8 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj131/mi131mi05_8

Ueber den Oelgehalt des Leinsamens; von Hrn. J. L. Lassaigne.

Gegenwärtig kommt (in Frankreich) im Handel oft Leinsamenmehl vor, welchem schon ein Theil seines Oels durch Pressung entzogen worden ist. Um den Verlust, welchen man durch diesen Betrug erleidet, zu bemessen, trocknete der Verf Leinsamen aus verschiedenen Gegenden Frankreichs (im Wasserbad), um den Wassergehalt zu bestimmen, pulverisirte ihn dann in einem Mörser von Bronze und behandelte ihn nun mit reinem Schwefeläther bei + 24° R. bis zur Erschöpfung, um den Oelgehalt zu bestimmen. (Die ätherische Auflösung wurde nämlich im Wasserbad abgedampft, der ölige Rückstand so lange der Temperatur des siedenden Wassers ausgesetzt, bis er nichts mehr an Gewicht verlor, und hierauf in seiner Schale gewogen.) Der Wassergehalt betrug 6–8 Proc., der Oelgehalt 30–33 Proc. Das theilweise seines Oeles schon beraubte Leinsamenmehl dagegen enthielt nur 19–20 Proc Oel. Es wird nach dem Pressen mit etwas Wasser befeuchtet, um ihm ein minder trockenes Ansehen zu ertheilen (Journal de Chimie medicale, Decbr. 1853, S. 752.)

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