Titel: Photographie auf bromhaltigem Collodium.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1854, Band 131/Miszelle 11 (S. 467–468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj131/mi131mi06_11

Photographie auf bromhaltigem Collodium.

Seitdem Sir John Herschel darauf gedrungen hat, daß man in der Photographie auf Collodium das Jod durch Brom ersetzen soll, seitdem er gezeigt hat, daß man nur mit einer bromhaltigen Collodiumschicht dahin gelangen kann, daß die Farben Roth, Grün, Braun, Gelb und Blau ihren Eindruck machen, bevor die anderen mehr photogenischen Nüancen schon zu sehr auf die Platte eingewirkt haben, sind viele englische Photographen darauf eingegangen und haben ihr Verfahren veröffentlicht. Das Journal der photographischen Gesellschaft zu London empfiehlt folgende Vorschrift von Hrn. Berry aus Liverpool:

Man löst 26 Centigramme Jodammonium in möglichst wenig Alkohol auf und setzt dann soviel reines Collodium zu, daß die Mischung 31 Gramme wiegt: man nimmt 3 Gramme salpetersaures Silber für je 31 Gramme des empfindlichmachenden Bades. – Handelt es sich um positive Bilder, so entwickelt man sie in einer Auflösung von Eisenvitriol, wie gewöhnlich. – Handelt es sich um negative Bilder, so wird das Bad, um sie zum Vorschein zu bringen, folgendermaßen zusammengesetzt:

Pyrogallussäure 0,40 Gramme
gewöhnliche Essigsäure 1,80 „
Weingeist 1,81 „
Wasser 10,80 „
|468|

Sollte das negative Bild zu schwach zum Vorschein kommen, so bringt man Pyrogallussäure-Auflösung in ein Glasgefäß, setzt dem Bad von salpetersaurem Silber einige Tropfen derselben zu und gießt die Mischung auf die Platte; auf diese Weise gelingt es stets, dem Bild die erforderliche Intensität zu geben. (Cosmos, Revue encyclopédique, März 1854, S. 264.)

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