Titel: Papier so vorzurichten, daß man mit Metallstiften darauf schreiben kann.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1854, Band 134/Miszelle 6 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj134/mi134mi02_6

Papier so vorzurichten, daß man mit Metallstiften darauf schreiben kann.

Dr. Lomnitz in Berlin hat auf ein sehr einfaches Verfahren aufmerksam gemacht, jedes beliebige Schreibpapier augenblicklich in ein sehr brauchbares Kreidepapier, als Ersatz für das sogenannte Metallique-Papier, zu verwandeln, worauf mit Metallstiften geschrieben werden kann. Man hat hiernach nur nöthig, dasselbe mit Kreide zu bestreichen, und mit loser Baumvolle tüchtig einzureiben, um auf diese Weise ein sehr gutes Metallique-Papier herzustellen, auf welchem man mit Stiften aus allen Metallen, mit alleiniger Ausnahme des Eisens, sehr gut und leserlich schreiben und zeichnen kann. Vorzüglich anwendbar zu den Stiften sind alle Bleicompositionen, und besonders die Letterncomposition und das Rose'sche leichtschmelzbare Metallgemisch (aus 2 Theilen Zinn, 3 Theilen Blei und 5 Theilen Wismuth bestehend). Diese Erfindung gewährt den Vortheil, daß man Bleistifte nicht verbraucht und das unangenehme und lästige Spitzen derselben erspart, da eine solche Metallspitze nur äußerst wenig abgenutzt wird und fast immer spitzig bleibt, und daß überdieß diese Schrift unverlöschlich und fast so haltbar wie mit Tinte geschriebene ist. (Böttger's polytechnisches Notizblatt, 1854, Nr. 17.)

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