Titel: Deleuil's Regulator für das elektrische Licht.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1855, Band 136, Nr. XCI. (S. 404–405)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj136/ar136091

XCI. Regulator für das elektrische Licht, von Hrn. Deleuil zu Paris.

Aus Armengaud's Génie industriel, Februar 1855, S. 109.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Dieser Apparat ist in den Figuren 22, 23 und 24 in zwei Seitenansichten und von unten angesehen dargestellt. Er besteht aus einem gußeisernen Gestell A, welches drei Füße A' hat, und oben mit einem Holzstücke B versehen ist, das zur Isolirung der obern Kohlenspitze dient. Die Stange D des Spitzenträgers N geht durch eine messingene Kugel C.

Im unteren Theile des dreieckigen Gestelles A sind zwei Elektromagnete E mit einem kreuzförmigen Anker F untergebracht, welcher sich mittelst der Schrauben o auf den Stirnflächen der Magnetspulen dreht. Dieser Anker ist an seinem längeren Arme mit einer Feder V versehen, welche in die Zahne der Zahnstange D' eingreift; der kürzere Arm des Ankers liegt zwischen zwei Knöpfen oder Schrauben, welche beide dazu dienen, sowohl die Größe der Bewegung für die Feder V, als auch die Entfernung des Ankers vom Elektromagneten zu reguliren. Die Feder R, welche ebenfalls am Ende des längeren Ankerarmes angebracht ist, und welche durch die Spannvorrichtung T und mittelst der Schnur U beliebig gespannt werden kann, wirkt beständig der Anziehungskraft des Elektromagneten entgegen, und hat somit immer das Bestreben, den Anker abzuziehen. Geschieht dieß wirklich, so hebt sie zugleich auch die Zahnstange D' um einen Zahn, da die Feder V wie eine Sperrklinke in die Zahnstange eingreift.

Die Zahnstange geht durch eine viereckige Hülse G, welche durch die Fassung H getragen wird, und sich mittelst der Schraube I auf- oder |405| abwärts bewegen läßt. Diese Bewegung hat den Zweck, immer die Wirkung der Feder V in Einklang mit einer anderen Feder zu bringen, welche unter dem Spitzenträger N' liegt und die Zahnstange gegen ein Zurücksinken schützt.

Ein kleiner Träger s dient als Stütze für die Schnur U.

Die Schraube oder der Knopf x steht mit der Batterie in Verbindung; der elektrische Strom geht durch den Draht x', dann durch den doppelten Elektromagnet E, und von hier aus durch den Draht x² in die Fassung H, die Zahnstange D' und die Kohlenspitze P'.

Die Wirkung des Apparates ist folgende: sobald die Kohlenspitzen P und P' einander nahe genug sind, um den elektrischen Strom durchzulassen, ist der Anker oder die Armatur F von dem doppelten Elektromagneten E angezogen, und also auf der Seite des letztern gehoben. Ist der elektrische Strom dagegen unterbrochen, so entfernt die Feder R den Anker vom Magnete, und hebt so durch die Feder V die Zahnstange D', mit ihr die Kohlenspitze P', und durch Annäherung der Spitzen P und P' ist alsdann der Strom wieder hergestellt.

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