Titel: Lichtbilder auf schwarzer Wachsleinwand und weißem Wachstaffet; von Girod.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1855, Band 136/Miszelle 8 (S. 76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj136/mi136mi01_8

Lichtbilder auf schwarzer Wachsleinwand und weißem Wachstaffet; von Girod.

Man nehme schwarze Wachsleinwand, so schön als möglich, von zwei Seiten gefirnißt; – diejenige, deren sich die Stickerinnen bedienen, ist ganz vortrefflich.

Um die gewachste Leinwand allen Präparationen unterziehen zu können, befestigt man sie mittelst einiger Tropfen Alkohol auf einer Glastafel, dann reinigt man sie mittelst eines Baumwollenbäuschchens und Alkohol; wenn sie vollkommen trocken ist, breitet man auf selber das Collodium aus wie gewöhnlich und behandelt die gewachste Leinwand wie ein Glas, auf welchem man ein directes positives Bild erzeugen will. – Eine einzige Schwierigkeit bietet sich dar: nachdem das Bild fertig und trocken geworden ist, nimmt selbes einen graugrünen milchigen Anblick an. – Um dem Bilde eine bewunderungswürdige Durchsichtigkeit zu geben und selbes zu befestigen, reicht es hin, eine leichte Schichte Aether darauf zu bringen; – man verfährt beim Auftragen des Aethers gerade wie mit Collodium. – Das Bild ist dann fest und kann das Reiben mit der Hand ertragen, ohne verwischt zu werden.

Ich erhalte dieselben Resultate auf schwarzem Papier und gefirnißtem Leder.

Die Farben werden in Pulver wie auf der Platte angewendet.

Ich ersetze die schwarze Leinwand auch durch Weißen gewachsten Taffet, sehr durchsichtig, und erhalte so ziemlich schöne negative Bilder. (Photographisches Journal, 1855, Nr. 6.)

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